Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Körper nicht mehr mitmacht
Lange dachte ich, Erschöpfung gehöre einfach zu mir.
Mit 17 bekam ich wegen einer Hauterkrankung über mehrere Monate Antibiotika. Danach begleiteten mich viele Jahre Beschwerden wie Reizdarmsymptome, Schwäche und eine Müdigkeit, die ich kaum noch hinterfragte. Morgens schwer aus dem Bett zu kommen, wenig Energie zu haben und mich schnell überfordert zu fühlen – das wurde für mich normal.
2019 wurde ich schwanger, 2020 kam mein erstes Kind zur Welt. Danach wurde die Erschöpfung immer stärker. Ich hatte Brain Fog, war morgens kaum ansprechbar und hatte das Gefühl, jeden Tag nur irgendwie zu überleben.
Für Spaziergänge, gemeinsame Unternehmungen oder auch nur das Nötigste im Haushalt fehlte mir oft die Kraft. Gesund für mich zu kochen fühlte sich wie eine unüberwindbare Aufgabe an. Nachmittage und Abende waren besonders schwer: Wenn die Kinder nicht schnell einschliefen, war ich oft den Tränen nah, weil ich einfach nur noch ins Bett wollte.
Ich wusste: So soll sich mein Leben nicht anfühlen
Ich suchte Hilfe, ließ Werte kontrollieren und sprach mit verschiedenen Ärztinnen und Ärzten. Meine Schilddrüse war schon damals Thema, doch ich hatte lange nicht das Gefühl, mit meiner Gesamtsituation wirklich gesehen zu werden.
Nach der Geburt meines zweiten Kindes und einer Corona-Erkrankung drei Monate später ging schließlich kaum noch etwas. Gleichzeitig absolvierte ich meine Heilpraktiker-Ausbildung. Als Physiotherapeutin hatte ich bereits Erfahrung in der Begleitung von Menschen – doch ich wollte raus aus einem System, in dem oft zu wenig Zeit bleibt, um genauer hinzuschauen.
Ich wollte verstehen, welche Faktoren bei Erschöpfung zusammenkommen können – und Frauen Raum geben, ihre Beschwerden einzuordnen.
Heute schaue ich genauer hin
Auf meinem eigenen Weg wurden unter anderem Veränderungen der Schilddrüse und des Hormonhaushalts sichtbar. Ich habe gelernt, dass Symptome nicht einfach zum Leben dazugehören müssen und dass es einen Unterschied macht, genauer hinzuschauen: auf Beschwerden, Laborwerte, Ernährung, Stress, Schlaf und die persönliche Lebenssituation.
Diese Erfahrung prägt meine Arbeit bis heute.
In meiner Praxis verbinde ich meine Erfahrung als Heilpraktikerin und Physiotherapeutin mit einem klaren, individuellen Vorgehen. Je nach Situation können Laborwerte, Ernährung, Infusionen oder weitere Behandlungen dazugehören. Entscheidend ist für mich aber immer: Wir schauen nicht nur auf einzelne Werte oder Symptome, sondern auf dich und deinen Alltag.
Du sollst dich in deinem Leben wieder handlungsfähig fühlen
Ich möchte Frauen nicht mit dem Gefühl zurücklassen, sie müssten sich einfach noch mehr zusammenreißen oder sich mit ihrer Erschöpfung abfinden.
Meine Begleitung soll dir helfen, besser zu verstehen, was dein Körper gerade braucht, Entscheidungen sicherer zu treffen und Schritt für Schritt wieder mehr Energie für Arbeit, Kinder und dich selbst zu haben.
Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel sich verändern kann, wenn man sich selbst und den eigenen Körper wieder ernst nimmt.



